Entwurmungsplan Pferd – Wurmkur-Termine fürs ganze Jahr
Wann braucht mein Pferd eine Wurmkur? Heute empfehlen Tierärzte die selektive Entwurmung: erst Kotprobe, dann gezielt behandeln. Wählen Sie Alter und Vorgehen – Sie erhalten Ihren Jahresplan mit allen Kotproben und Wurmkuren.
- kostenlos
- ohne Anmeldung
- nach üblichen Tierarzt-Empfehlungen
Ihr Pferd
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Plan wird erstellt …
Allgemeine Orientierung, keine tierärztliche Beratung. Wirkstoff, Dosis und Zeitpunkt bitte mit Ihrem Tierarzt abstimmen.
Selektive Entwurmung in 3 Schritten
Weniger Wurmkuren, weniger Resistenzen – und trotzdem sicher.
- 1
Kotprobe einschicken
Frischen Kot von mehreren Stellen des Haufens sammeln und beim Tierarzt oder Labor untersuchen lassen.
- 2
Gezielt behandeln
Nur Pferde mit 200 oder mehr Eiern pro Gramm Kot (EpG) bekommen eine Wurmkur – nach Absprache mit dem Tierarzt.
- 3
Wirkung prüfen
14 Tage nach der Wurmkur erneut Kot untersuchen: Sinkt die Eizahl kaum, wirkt das Mittel im Stall nicht mehr.
Wie oft muss ein Pferd entwurmt werden?
Richtwerte nach Alter – Ihr Tierarzt passt sie an Ihren Stall an.
| Alter | Kotprobe | Wurmkur | Wichtig |
|---|---|---|---|
| Fohlen (bis 1 Jahr) | beim Absetzen und vor Wechsel des Mittels | ab ca. 8 Wochen alle 2–3 Monate | vor allem Spulwürmer |
| Jungpferd (1–4 Jahre) | 3–4× im Jahr | 3–4× im Jahr | noch keine stabile Abwehr |
| Erwachsen, selektiv | 3–4× im Jahr | ab 200 EpG und im Winter | empfohlenes Vorgehen |
| Erwachsen, feste Termine | 1× zur Kontrolle | 4× im Jahr | wenn keine Kotproben möglich |
Welche Würmer gibt es beim Pferd?
Die wichtigsten Arten und wann sie im Plan eine Rolle spielen.
| Wurmart | Wen betrifft es? | Wann im Plan? |
|---|---|---|
| Kleine Strongyliden | häufigste Würmer bei erwachsenen Pferden | Kotprobe im Frühjahr, Sommer und Herbst |
| Spulwürmer | vor allem Fohlen und Jährlinge | Fohlen ab ca. 8 Wochen regelmäßig |
| Bandwürmer | in der Kotprobe kaum nachweisbar | Spätherbst/Winter, ggf. Blut- oder Speicheltest |
| Magendasseln | Larven der Dasselfliege im Magen | nach dem ersten Frost |
| Pfriemenschwanz | Juckreiz am Schweif | bei Anzeichen den Tierarzt fragen |
Häufige Fragen zur Wurmkur beim Pferd
Die Fragen, die Pferdehalter am häufigsten stellen.
Wann ist die beste Zeit für eine Wurmkur?
Gegen Bandwürmer und Magendasseln im Spätherbst oder Winter nach dem ersten Frost – dann sind keine Dasselfliegen mehr unterwegs. Gegen Strongyliden dann, wenn die Kotprobe es zeigt; das ist meist im Frühjahr und in der Weidesaison.
Wie oft muss ein Pferd entwurmt werden?
Erwachsene Pferde bei selektiver Entwurmung meist nur ein- bis zweimal im Jahr: einmal im Winter für alle und zusätzlich, wenn eine Kotprobe 200 oder mehr Eier pro Gramm zeigt. Fohlen und Jungpferde werden häufiger behandelt, weil ihre Abwehr noch nicht ausgereift ist.
Was ist selektive Entwurmung?
Statt alle Pferde nach festem Kalender zu entwurmen, wird zuerst der Kot untersucht. Nur Pferde mit hoher Eizahl (meist ab 200 EpG) bekommen eine Wurmkur. So sinken der Mitteleinsatz und das Risiko, dass Würmer unempfindlich (resistent) werden.
Wurmkur vor oder nach dem Füttern?
Am besten mit leerem Maul, also vor der Fütterung oder mit etwas Abstand dazu – dann kann das Pferd die Paste schlechter wieder ausspucken. Beachten Sie die Packungsbeilage des Mittels.
Darf eine trächtige Stute entwurmt werden?
Viele Wurmkuren sind für tragende Stuten zugelassen, aber nicht alle. Achten Sie auf die Packungsbeilage und stimmen Sie Mittel und Zeitpunkt mit Ihrem Tierarzt ab.
Was kostet eine Kotprobe beim Pferd?
Je nach Tierarzt oder Labor meist etwa 15 bis 30 Euro pro Probe. Weil viele Pferde danach gar keine Wurmkur brauchen, ist die selektive Entwurmung oft nicht teurer als feste Termine.
Was ist der Eizahlreduktionstest?
Eine Kotprobe vor und etwa 14 Tage nach der Wurmkur. Sinkt die Zahl der Wurmeier nicht deutlich, wirkt das Mittel im Bestand nicht mehr richtig – der Tierarzt wählt dann einen anderen Wirkstoff.
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